21.01.2016

Unternehmerstory: JamOnMedia Gründer Tim Schöllkopf im Interview

„Überlegen, planen und loslegen! Ich persönlich habe täglich meine ToDo-Liste auf dem Schreibtisch. Erst wenn alle Häkchen gesetzt sind, geht’s für mich wieder nach Hause.“

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Tim Schöllkopf, Gründer von JamOnMedia erzählt in seiner Unternehmerstory von der Entwicklung seines Unternehmens. Er berichtet von den Herausforderungen ein Unternehmen im Team zu gründen, plötzlich als Einzelkämpfer weiterzuführen und was er heute, drei Jahre später, aus dieser Erfahrung gelernt hat. Tim Schöllkopf verrät Ihnen außerdem drei Learnings, die er anderen Unternehmern für einen erfolgreichen Start mit auf den Weg gibt.

Unternehmerstory: JamOnMedia Gründer Tim Schöllkopf im Interview

Hallo Herr Schöllkopf, stellen Sie sich und JamOnMedia doch kurz vor!

Gern. Mein damaliger Partner Andreas Reich und ich haben die JamOnMedia GmbH damals direkt nach unserem gemeinsamen Studium im Januar 2010 als Internet- und Marketingagentur im Bereich der werblichen Unternehmensbegleitung gegründet.

Ziel war und ist es, unsere Kunden (hauptsächlich Kleinunternehmen und Mittelständler) bei ihren Visionen zu unterstützen und sie dabei auf ihrem Weg ins Internet an die Hand zu nehmen. So erstellen wir seither hauptsächlich Internetpräsenzen und Onlineshops, runden das Themenfeld jedoch auch durch die Ausarbeitung von Druck- und Werbeartikeln ab. Die professionelle Präsentation und die damit verbundene Außenwirkung unserer Kunden stehen dabei immer im Vordergrund.

Wie ist der Name JamOnMedia entstanden?

Eigentlich war das „Jam“ aus einem studentischen Projekt heraus entstanden. Vor unserer Firmengründung haben wir mit jam2gether eine genreübergreifende Plattform für Musiker entwickelt. Da wir selbst begeisterte Musiker sind und sich das „Jammen“, also das „kreative Erschaffen von Etwas“ auch wunderbar auf die Online- und Printmedien anwenden lies, kam uns JamOnMedia in den Sinn. Und Voilà: So heißen wir jetzt seit fast 6 Jahren.

Welche Fähigkeiten und Kenntnisse konnten Sie in die Gründung einbringen? Und in welchen Bereichen gab es noch Nachholbedarf?

Mir persönlich standen bei der Gründung eine Ausbildung zum Industriekaufmann und ein betriebswirtschaftliches Studium im Internationalen Marketing als Know-How-Background zur Verfügung.

Nichtsdestotrotz haben auch wir im ersten Jahr Lehrgeld bezahlt, das man sich eigentlich hätte sparen können. Das fing schon bei der Wahl der passenden Faktura-Software an und ging bis hin zur Ausarbeitung unserer allgemeinen Geschäftsbedingungen und unserer Dienstleistungsverträge. Ich denke, mit etwas mehr Support von außen hätte man sich einiges sparen können.

Welche unternehmerischen Aufgaben lassen Sie heute extern betreuen?

Unsere Lohn- und Finanzbuchhaltung werden zum heutigen Stand extern betreut. Alle anderen unternehmerischen Aufgaben verwalten wir möglichst inhouse. Mir ist es auch immer sehr wichtig den Überblick über alle Geschehnisse des Unternehmens wahren zu können.

Was waren während der letzten sechs Jahre die größten Stolpersteine, die Sie als Unternehmen meistern mussten?

Ich würde sagen, ein großer Stolperstein war der Zeitpunkt, als mein Kollege und Geschäftspartner vor knapp 3 Jahren ausgestiegen ist. Die Transformation vom Teamplayer zum Einzelkämpfer war wirklich hart. Wenn man alleine ist muss man die Dinge als Großes und Ganzes betrachten. Die bis dahin etablierte Kompetenzverteilung funktioniert nicht mehr wie gewohnt. Man muss umdenken und sich täglich einen Plan machen, sonst kommt man beim Daily Business schnell ins Schwimmen. Mittlerweile habe ich das aber ganz gut im Griff.

Aus heutiger Sicht als Einzelunternehmer, würden Sie wieder ein Unternehmen alleine gründen?

Ganz klar, nein! Gerade die spannende und auch teilweise sehr anstrengende Gründungsphase gestaltet sich zu zweit oder in einem mehrköpfigen Team wesentlich angenehmer. Die angesprochene Kompetenzverteilung, der interne Austausch und das gegenseitige Pushen bei schwierigen Aufgaben sorgen im Team für einen spontaneren und dementsprechend besseren Workflow. In meiner jetzigen Situation habe ich das große Glück, dass ich relativ viele selbständige Unternehmer in meinem näheren Bekanntenkreis und innerhalb meiner Familie habe, die mir immer wieder gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das hilft beim täglichen Geschäft. Gründen wollte ich jedoch nicht alleine.

Sie haben unter anderem den Austausch mit anderen Unternehmern erwähnt. Gibt es regelmäßige Events, die Sie als Unternehmer besuchen - Stammtische, Netzwerke, Wettbewerbe, Konferenzen? Welche können Sie empfehlen und warum?

Ehrlich gesagt fehlt mir für das Besuchen von Events und Konferenzen häufig die Zeit. Mein direkter Austausch beschränkt sich eher auf mein persönliches Umfeld. Durch diverse Online-Foren und Webseiten zu verschiedenen Themengebieten lassen sich, meiner Meinung nach, offene Lücken aber auch sehr gut schließen.

JamOnMedia, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich denke, dass sich in 3 bis 5 Jahren das operative Webdesign- und Grafikgeschehen immer weiter von den Agenturen entfernt und immer stärker von den Unternehmen selbst in die Hand genommen wird. Die Werkzeuge und die Techniken, um solche Dinge selbst zu machen, entwickeln sich rasant und werden immer ausgereifter. Erste Ansätze erkennt man heute schon bei den boomenden CM-Systemen, Baukästen, Webeditoren und den unzähligen Onlinedruckereien. Dementsprechend wird wahrscheinlich der Bedarf vieler Unternehmen an „handgefertigten“ Produkten wie Websites oder Flyer immer geringer. Ich denke jedoch auch, dass jedes gute Werkzeug nur halb so viel Wert ist, wenn man nicht weiß wie man damit umgehen muss. Vor diesem Hintergrund sehe ich die JamOnMedia GmbH künftig immer mehr im Schulungs- und Beratungsumfeld und glaube, dass die Zeit und die fortschreitende Technik, das Ziel dieser Reise, auch in gewisser Art und Weise vorgibt.

Rückblickend: Was sind die 3 wichtigsten Tipps, die Sie anderen Unternehmern mit auf den Weg geben möchten? Wie bringt man ein Unternehmen erfolgreich an den Start?

  1. Spaß bei der Arbeit: Zwar kommt häufig mit dem Erfolg auch der Spaß. Viel wichtiger ist aber der Weg dahin. Nur wer täglich mit Freude und guten Vorsätzen ins Büro geht, kann konzentriert, zielorientiert und schließlich auch erfolgreich arbeiten.
  2. Ziele stecken und verfolgen: Von tollen Ideen alleine wird man nicht reich. Es gibt auf dieser Welt sicherlich tausende guter Geschäftsideen. Wenn keiner sie umsetzt bleibt es aber weiterhin nur bei der Idee. Wichtiger als ein Hirngespinst ist die Tat an sich! Überlegen, planen und loslegen! Ich persönlich habe täglich meine ToDo-Liste auf dem Schreibtisch. Erst wenn alle Häkchen gesetzt sind, geht’s für mich wieder nach Hause.
  3. Hilfe holen: Wenn man mal nicht weiter weiß, sollte man sich jemanden suchen, der helfen kann. Gerade beim Gründungsstart kann man sich auf diese Art wirklich viel Lehrgeld sparen. Gespräche mit Unternehmensberatern, Gründungscoaches, Rechtsanwälten und Steuerberatern sind zwar nicht kostenlos, aber im Vergleich zu den Kosten vermeidbarer Fehler, besser investiert.

Vielen Dank für das Interview, Herr Schöllkopf.

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So erreichen Sie JamOnMedia

www.jamonmedia.de

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Über den Autor

Janine Friebel

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