11.12.2014

Crowdfunding: Cloud&Heat startet zweite Runde auf Seedmatch

Ab 11.12.2014 sammelt das Dresdner Unternehmen Wachstumskapital für seine Heiz-Server.

Ihr Kostenfreies Unternehmensprofil

  • Finden Sie Kunden und Geschäftspartner
  • Präsentieren Sie Ihre Produkte und Dienste
  • Exklusiv für Gründer und Unternehmer

Auf Seedmatch startet das Dresdner Startup Cloud&Heat seine zweite Crowdfunding-Kampagne. Nachdem man 2013 bereits eine Million Euro einsammeln konnte, peilt man nun ein Fundinglimit von 5 Million Euro an. Das Unternehmen, das eine Technologie entwickelt hat, Cloud-Server als Heizmodule für Häuser zu nutzen, benötigt das Kapital für sein weiteres Wachstum.

Das Dresdner Unternehmen Cloud&Heat Technologies sammelt für sein neuartiges Geschäftsmodell Kapital über Crowdfunding ein. Auf der Plattform Seedmatch startet am 11.Dezember 2014 bereits die zweite Finanzierungsrunde des Startups, das eine Technologie entwickelt hat, die es möglich macht, mit Cloud-Servern zu heizen.

Bereits 2013 war Cloud&Heat, damals noch unter dem Namen AO Terra, mit einem equity-based Crowdfunding erfolgreich gewesen - eine Million Euro waren zusammen gekommen. Für die zweite Runde will man nun Beteiligungen von fünf Millionen Euro einsammeln. Das Kapital soll in Infrastruktur, die Sicherung weiterer Patente und die Internationalisierung fließen. Die Laufzeit der Kampagne beträgt dabei sechs Wochen. Als Plattform wurde erneut die ebenfalls in Dresden ansässige Plattform Seedmatch gewählt, auf der man schon während der ersten Kampagne 883 Investoren für das Geschäftsmodell begeistern konnte.

Der Ausgangspunkt der Geschäftsidee von Cloud&Heat ist folgender: der Betrieb von Servern in Rechenzentren erzeugt viel Wärme, die in der Regel ungenutzt bleibt. Ganz im Gegenteil war es bisher so, dass durch die Notwendigkeit, die Server zu kühlen zusätzlicher Energiebedarf entstand. Cloud&Heat will nun die entstehende Wärme in Energie umwandeln, die für das Heizen von Gebäuden genutzt werden kann.

Das funktioniert über die dezentrale Verteilung von Cloud-Servern, die in Wohn- oder Geschäftsgebäuden installiert und in die Heizungssysteme der Häuser integriert werden. Der Vorteil dieses Geschäftsmodells: da sowohl die Miete für eigene Serverräume entfallen, als auch Energie für die Lüftung gespart wird, kann das Startup seine Clouddienste kostengünstiger anbieten und verschafft sich im hart umkämpften Markt für Cloud-Lösungen einen Vorteil.

Auch für die Eigentümer der Immobilien, die ihre Räume durch die Server heizen lassen, ist die Nutzung attraktiv. Die Anschaffung soll nicht teurer sein als andere nachhaltige Lösungen, zudem entfielen regelmäßige Wartungs- und Schornsteinfegerkosten, die bei Neubauten von neuen Heizungsanlagen sonst anfallen. Die Wartungskosten will Cloud&Heat komplett übernehmen.

Den potentiellen Investoren versichert man, dass die Nachfrage nach den Servermodulen zum Heizen so groß sei, dass bis 2016 die Auftragslage durch bereits unterzeichnete Verträge gesichert sei. 2016 soll dann auch der Break Even erreicht sein. Die Investoren sollen dann am Wachstum des Unternehmens profitieren. Zusätzlich zu den Beteiligungen, gibt es auch, je nach Höhe der Investition, Anreize in Form von "goodies" genannten Belohnungen.

So winken ab 1.000 gestaffelt USB-Sticks, externe Festplatten oder auch exklusive Firmenrundgänge als Dankeschön. Möglich sind Investitionen für Privatpersonen oder institutionelle Anleger bereits ab einem Betrag von 250 Euro. Die Fundingschwelle der Kampagne liegt bei 450.000 Euro, das Fundinglimit bei 5 Millionen Euro.

Über den Autor

Stephan Leistner

Ähnliche News für Gründer und Unternehmer
22.09.2010

PiNkey lagert Ersatzschlüssel ein

Der Schlüssel-Bringservice verspricht Rettung in letzter Not

PiNkey lagert Ersatzschlüssel ein

Neben ausreichend Kapital und einer großen Portion Unternehmergeist, ist ein innovatives und professionell ausgefeiltes Unternehmenskonzept für jede Unternehmensgründung ein absolutes Muss. Bei PiNkey ist die Geschäftsidee buchstäblich der Schlüssel zum Erfolg - das Unternehmen setzt mit seinem Konzept auf das Problem des verlorenen Haustürschlüssels, welches so ziemlich jeden Menschen einmal im Leben erreicht.

25.09.2010

Zahl der High-Tech-Gründungen leicht gestiegen, aber immer noch niedrig

Wird der Innovationsstandort Deutschland den internationalen Anschluss verlieren?

Zahl der High-Tech-Gründungen leicht gestiegen, aber immer noch niedrig

Leichtes Aufatmen für Wirtschaftsforscher: Eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und Microsoft Deutschland zeigt, dass die Anzahl der High-Tech-Gründungen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 % gestiegen ist. Insgesamt gesehen liegt die Gründungstätigkeit im High-Tech-Bereich mit 14.000 Neugründungen, die oft Kleinstunternehmen sind, auf einem sehr niedrigen Niveau.

15.10.2010

T-Venture beteiligt sich an 1TouchTaxi

Das Venture Capital Unternehmen investiert in ein Taxisbestellsystem

T-Venture beteiligt sich an 1TouchTaxi

Und wieder gibt es etwas in Sachen Investition zu vermelden: das Venture Capital Unternehmen der Deutschen Telekom, T-Venture, investiert zusammen mit e42 in 1TouchTaxi. Das Taxibestellsystem, welches ein Produkt der Intelligent Apps GmbH ist, kann bisher von Fahrgästen in Hamburg genutzt werden. Mit der Beteiligung von T-Venture und e42 soll das Konzept in weiteren Städten Deutschlands verbreitet werden.

unternehmenswelt