Mini GmbH Zugang, mit kostenfreien Vorlagen und Informationen
Das Mini GmbH Gründungsset steht Mitgliedern von unternehmenswelt.de kostenfrei zur Verfügung. Neben allgemeinen Informationen zu Gründungsablauf, Gesellschaftsvertrag, Geschäftsführung, Eintragung und Gründungskosten der Mini GmbH enthält es spezielle Vorlagen für die Gründung einer Mini GmbH.
Mit der Mini GmbH existiert seit 01.11.2008 eine auf kleine und mittlere Unternehmensgründungen abgestimmte Version der bisherigen GmbH. Mit einem Mindestkapital von einem Euro besteht bei der Mini GmbH die Möglichkeit, eine Existenzgründung in Form einer haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaft vorzunehmen. Bei Gründung sind folgende Unterlagen notwendig, welche auch als Mini GmbH Gründungsset bezeichnet werden:
1. Musterprotokoll für die Mini GmbH ( Unternehmergesellschaft )
2. Handelsregisteranmeldung für die Mini GmbH ( Unternehmergesellschaft )
3. Bestellung des Geschäftsführers der Mini GmbH ( Unternehmergesellschaft )
4. Liste der Gesellschafter der Mini GmbH ( Unternehmergesellschaft )
Das Gesetz sieht ein Musterprotokoll (auch Mustersatzung bezeichnet) vor, was die Gründung der Mini GmbH deutlich einfacher und unkomplizierter macht. Aufgrund des niedrigen Stammkapitals ist die notarielle Beurkundung deutlich günstiger als bei der "normalen" GmbH.
Aktuell sind Notargebühren von 50 - 70 € im Gespräch (Beurkundung, Anmeldung, Auslagen). Weitere ca. 100 € werden einmalig für die Handelsregistereintragung fällig, ca. 30 € für die Gewerbeanmeldung , ca. 100 - 300 € für die Veröffentlichung der Mini GmbH im Bundesanzeiger sowie in vielen Fällen Beratungshonorare für Notare, Steuerberater, Rechtsanwälte und ähnliche Gründungsberater. In der Summe wird die Mini GmbH vermutlich mit ca. 300 - 400 € startklar sein.
Mit der Mini GmbH wurde damit endlich eine Alternative zur Limited Gründung für deutsche Gründer und Unternehmer geschaffen, mit dem Ziel die Abwanderungszahl deutscher Unternehmen ins Ausland zu reduzieren. Die Einführung der Mini-GmbH soll, im Zusammenhang mit der Umsetzung der Lissabon-Strategien, zu einer deutlichen Vereinfachung einer Existenzgründung in Deutschland führen. Durch die geringen Gründungskosten und das Musterprotokoll kann die Mini GmbH nun auch mit anderen europäischen Kapitalgesellschaften mithalten.
Aufgrund der fehlenden Kapitalaussattung muss die minigmbH allerdings ein Viertel ihres Jahresgewinns ansparen. Hat die Unternehmergesellschaft die Schwelle der Mindesteinlage für die „große“ GmbH in Höhe von 25.000 Euro erreicht, besteht die Möglichkeit die Mini GmbH in die Rechtsform der klassischen GmbH umzuwandeln.
Auch mit der Mini GmbH können Existenzgründer Fördermittel, wie Gründungszuschuss oder Einstiegsgeld, bei der Arbeitsagentur beantragt werden. Da es sich bei der mini-gmbH um eine der GmbH ähnlichen Rechtsform handelt, ist es auch hier sinnvoll, bereits ab Gründung einen Steuerberater in die Gründungsabläufe zu integrieren. Notwendig ist es auch, eine Steuernummer für die Mini GmbH zu beantragen, ein Geschäftskonto zu eröffnen und sich mit den notwendigen Versicherungen zu beschäftigen.
Die Mini GmbH bietet, genau wie die klassische GmbH, für den Unternehmer die Möglichkeit, seine Haftung auf das Vermögen der Gesellschaft zu beschränken. Mit der Gründung einer Unternehmergesellschaft haftet der Gründer demnach nur für vorsätzliches Handeln mit seinem Privatvermögen. Für Existengründer ist die Mini GmbH deshalb eine sehr gute Alternative zur Gründung eines Einzelunternehmens bzw. einer Personengesellschaft.
Vor allem zur Limited bietet die Mini GmbH eine starke Alternative. Mit der auch als Ein Euro GmbH bezeichneten Rechtsform Mini GmbH sind die Gründungsformalitäten sehr stark vereinfacht worden, so dass kein Wettbewerbsnachteil mehr besteht. Damit ist die Mini GmbH nicht nur für Gründer eine interessante Rechtsform, sondern auch für bereits bestehende Unternehmen, die entweder in Form der Einzelunternehmung tätig sind oder sich aufgrund der früher komplizierten Gründung für die britische Limited entschieden haben.
Ein weiterer großer Vorteil ist die Umwandlung der Mini GmbH in die Rechtsform der klassischen GmbH bei Erreichen der Schwelle für die Mindestkapitaleinlage in Höhe von 25.000 €. Damit können die Gesellschafter der Mini GmbH in den Genuss des guten Rufs der klassischen GmbH kommen. Auch dies wird einige Limited Gründer bewegen, eine Umwandlung der Rechtsform hin zur Mini GmbH anzustreben. Für Bestandsunternehmen besteht zudem der Vorteil, dass sie Ihre Jahresgewinne schon genau kalkulieren können und somit bei der Gründung der Mini GmbH bereits wissen, wann eine Umwandlung in die Rechtsform der klassischen GmbH möglich wird.