Laserdrucker

für Gründer und Unternehmer

Laserdrucker

Funktionsweise von Laserdruckern

Laserdrucker belichten und drucken gleichzeitig. Sie nutzen die Technik Elektrofotografie, bei der eine mit einem Fotoleiter beschichtete Bildtrommel bzw. ein Endlosband notwendig sind. Die Bildtrommelbeschichtung ist elektrostatisch negativ aufgeladen, so dass das Druckmaterial Toner angezogen wird. Diese Ladung wird dann an den Stellen gelöscht, wo kein Toner abgebildet werden soll. Zur Belichtung bewegt sich der Laserstrahl im Laserdrucker über den rotierenden Spiegel auf die Trommel. Für die Entwicklung dreht sich der Fotoleiter in Richtung Entwicklereinheit in die Nähe des elektrostatisch gegensätzlich zum Fotoleiter geladenen Toner. Der Toner springt auf die Trommel und bleibt daran haften.

Der Fotoleiter dreht sich und transportiert den Toner zu dem zu bedruckenden Medium im Laserdrucker. Dies kann auch mit Hilfe eines Transfergegenstandes (z. B. Walze oder Band) geschehen. Beim Farblaserdruck werden nun die Farben nacheinander aufgetragen, z. B. indem das Papier unterschiedliche Druckwerke passiert. Der Toner springt auf das Papier über, indem eine starke elektrische Ladung per Transferrolle auf der Rückseite des Papiers angelegt wird. Diese elektrische Ladung ist entgegengesetzt zu der Ladung des Toners. In der Fixiereinheit passiert das Papier eine 180°C warme Walze, so dass der Toner im Laserdrucker schmilzt und sich mit dem Papier verbindet. Beschichtung und elektrostatische Aufladung beugen einer Verklebung durch Toner an den Walzen im Laserdrucker vor. Danach wird der Resttoner von der drehenden Trommel abgestreift und die Trommel durch Vollbelichtung entladen.

Vor- und Nachteile

Vorteile

Laserdrucker können 4 bis 450 Seiten pro Minute geschnittenes Papier bedrucken bzw. 1600 Seiten bei Druck auf Endlospapier. Sie erreichen im Vergleich zu anderen Druckertypen beste Ergebnisse beim Druck von Schrift und Grafiken. Kantenschärfe und Schwärzentiefe weisen beim Laserdrucker optimale Ergebnisse auf. Bei Druck auf unterschiedliche Papiersorten erzielen Laserdrucker jeweils gleiche Qualität. Die Druckdatenströme werden im Drucker ohne Qualitätseinbußen verarbeitet, so dass eine verbesserte Rasterauflösung und damit scharfe Ausdrucke erzielt werden.

Ein besonderer Vorteil von Laserdruckern liegt darin, dass feine Konturen scharf abgebildet werden. Es gibt keine verlaufenden Farbgrenzen beim Farbdruck. Ausdrucke, die mit einem Laserdrucker erzielt werden, sind außerdem beständig gegen Sonnenstrahlen, UV, Feuchtigkeit und Hitze bis zu 200°C. Selbst bei längeren Gebrauchspausen trocknet der Toner im Laserdrucker nicht ein. Mit diesen langlebigen Geräten bleiben die Druckkosten in Ihrer Unternehmergesellschaft niedriger, als wenn Sie ein Tintenstrahlgerät nutzen.

Nachteile

Beim hochwertigen Farbdruck, z. B. von Fotos können nur wenige Kontrastabstufungen, d. h. kaum Tiefenwirkung oder Farbechtheit, erzielt werden. Laserdrucker eignen sich daher nicht dazu Referenzausdrucke für Fotografen zu erstellen, denn die Farbe bleibt bei Temperatur- und Feuchtigkeitsveränderungen nicht exakt gleich. Die technische Notwendigkeit der elektrostatischen Umladung zum Tonertransfer birgt die Gefahr der schwierigen Verarbeitung von hohen Papierstärken oder anderen bedruckbaren Medien. Diese müssen elektrisch-leitfähig und nicht ganz starr sein, was nicht jedes Medium gewährleisten kann.

Trotz der Beständigkeit des Toners von Laserdruckern kann dieser altern, da er Luftfeuchtigkeit anzieht. Trockentoner enthalten außerdem Ruß und manchmal Blei und Cadmium. Beim Toneraustritt, welcher nicht vermeidbar ist, da kleine Mengen bei der notwendigen Kühlung herausgeschleudert werden, können diese schädlichen Stoffe auf die Schleimhäute (Atemwege und Haut) gelangen. Manche Spezial Laserdrucker setzen beim Druck Ozon frei, so dass Räume mit diesem Gerätetyp gut gelüftet werden müssen.

Kosten

Netzwerkfähige Laserdrucker gibt es bereits ab 300 Euro. Hochwertigere und komplexere Laserdrucker, die einen größeren Speicher haben, daher schneller sind und auch Duplex-Drucke erstellen können sowie u.a. mehrere Ausgabeschächte haben, kosten um die 3000 Euro. Diese Laserdrucker sind zumeist über ein Firmennetzwerk vernetzt und von mehreren Mitarbeitern nutzbar. Führen Sie vorm Kauf eines Laserdruckers eine Folgekostenanalyse durch, um Ihren Papier- und Tonerverbrauch zu ermitteln. Ein teureres Gerät lohnt sich oftmals, wenn man die Preise für die erste Wartung recherchiert. Der Kaufpreis eines günstigen Laserdruckers wird zumeist nach 3 bis 4 Monaten durch Folge- und Wartungskosten überschritten.

Hohe Gerätepreise inklusive Händlerservicevertrag und Klickpreisvereinbarung für Ihren Laserdrucker sind daher dauerhaft kostengünstiger. Solch ein Servicevertrag beinhaltet die regelmäßige Pflege, seitengenaue Abrechnung und technische Wartung des Laserdruckers. Für die Ermittlung des Seitenpreises für die Druckkosten für Ihren Laserdrucker wird Ihr Druckvolumen abgeschätzt. Bei hohem Druckaufkommen können Sie somit oft mit einem günstigen Seitenpreis pro Kopie sparen.