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Finanzierungskosten

Finanzierungskosten oder auch Kapitalkosten genannt, sind alle Kosten die einem Unternehmen durch die Finanzierung seines Kapitalbedarfs entstehen, so z. B. eine Kreditaufnahme bei der Existenzgründung. Dabei ist zu unterscheiden zwischen einmaligen und laufenden Finanzierungskosten. Einmalige Kosten sind vorrangig Kosten, die bei der Mittelbeschaffung entstehen, wie Sach- und Besicherungskosten, Provisionen, Kosten der Börseneinführung aber auch Steuern, Kreditkosten und Tilgungskosten.

Einmalige Finanzierungskosten muss der Existenzgründer zwingend in seinen Businessplan aufnehmen. Laufende Finanzierungskosten hingegen müssen bei einer Existenzgründung zwar auch berücksichtigt werden, jedoch ist deren Höhe nicht von Beginn an einschätzbar. Zinsen, Überziehungsprovisionen und Kurspflegekosten gehören u. a. zu den laufenden Finanzierungskosten. Weiterhin werden die Kosten zwischen fixen und variablen Kosten unterschieden.

Der Begriff der Finanzierungskosten ist in verschiedenen Rechts- und Wirtschaftsbereichen zu finden. Im Steuerrecht beispielsweise sind Finanzierungskosten, die im Zusammenhang mit den Einkünften stehen als Werbekosten abzugsfähig. In der Betriebswirtschaftslehre ist auch häufig der Begriff Fremdkapitalkosten anzutreffen. Im Bereich des Mietrechts hat der Vermieter zu beachten, dass Finanzierungskosten keine Nebenkosten darstellen und somit nicht auf den Mieter umgelegt werden.

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