Computer

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Computer

Ein Computer verarbeitet mit Hilfe einer stets neu-programmierbaren Rechenvorschrift unterschiedliche Typen von Daten. Computer werden auch Rechner genannt, da das Substantiv Computer vom lateinischen Verb "computare" stammt, welches "zusammenrechnen" bedeutet. Das Englische "to compute" beschreibt Tätigkeiten mit langwierigen und komplizierten Berechnungen, wie die von Astronomen im Mittelalter. Die Bezeichnung PC stammt aus dem Englischen und bezeichnet die Computergeneration ab den 90er Jahren, die erstmals und flächendeckend einen "personal Computer" zur Verfügung hatten. Jedoch schon im Jahr 1968 bewarb HP den Computer in einer Zeitschrift als "personal computer".

Geschichte

Die Geschichte des Computers beginnt schon mit rechnerischen Erforschungen in der Antike. Jeder Mensch und auch andere Lebewesen können Mengen unterscheiden. Der Mensch kann diese sogar durch die Darstellung in Zahlen bearbeiten. In der Antike erfand der Mensch bereits die Grundrechenoperationen und fixierte diese in Formeln. Von 1000 vor Chr. bis ins 17. Jh. nutzen die Gesellschaften den Abakus, der damit als frühester "Computer" gilt. Andere Rechenhilfen aus dieser Zeit sind das Rechenbrett und die Balkenwaage. 1 Jh. vor Chr. schuf die Menschheit den Computer von Antikythera als erste Rechenmaschine.

Da es während der Völkerwanderungszeit und im Mittelalter zu Wissensverlust und Unterdrückung von Wissen, welches dem herrschenden Weltbild widersprach, kam, konnte die Weiterentwicklung zum heutigen "personal computer" erst wieder ab der Neuzeit gefördert werden. Der erste mechanische Rechner, die "Vier-Spezies-Maschine" von Schickard wurde 1623 eingesetzt. 1703 entwickelte Leibniz die Verwendung des binären Zahlensystems (Dualsystems), welches heute die Grundlage der Digitalrechner ist. Die ersten Computer arbeiteten mit Lochkarten, welche 1805 ursprünglich für den Webstuhlbetrieb erfunden wurden. 1822 erfand Babbage die  Differenzmaschine, die auf dem Dezimalsystem beruhte, welche jedoch später durch das für jeden Computer einfachere binäre Zahlensystem ersetzt wurde.

Zwischen 1938 und 41 entwickelte Zuse die Rechner Zuse Z1 (der erste programmierbare mechanische Computer) und Zuse 3 als erste programmgesteuerte binäre Rechenmaschine, welcher automatisch Algorithmen berechnete und als erster funktionierender Computer mit Lochstreifentechnik galt. Diese Computer waren so groß, dass sie oft einen ganzen Raum ausfüllten. Im Jahre 1946 wurde der Öffentlichkeit der Electronic Numerical Computer (ENIAC) vorgestellt. Mit diesem ersten elektronischen digitalen Universalrechner arbeitete die US-Armee. Ein Jahr später wurde der Grundstein für die Informatik als Wissenschaft gelegt und der erste Transistor gebaut. 1950 begann die Zeit der Serienproduktion von Computern, welche in den 60er Jahren vor allem zuerst an große staatliche und wissenschaftliche Einrichtungen verkauft wurden. Die zentral-arbeitenden Großcomputer der Firma IBM waren für normale Firmen zu teuer, so dass Nixdorf die Chance ergriff mit günstigeren, dezentral-gesteuerten Computern direkt an Firmen heranzutreten.

Schon in den 60er Jahren dachte Jorge Luis Borges das funktionale sprunghaft vernetzte System der Hypertextualität des hyperrealen Denkkonzeptes Internet vor. Um das Jahr 1970 wurde der erste Mikroprozessor erfunden und die 80er Jahre galten als die Zeit der ersten Heimcomputer, welche vorrangig für Computerspielfreunde interessant waren. Mit der Ausbreitung des Internets ab den 1990er Jahren und dem Aufkommen von öffentlicher und privater Datenverarbeitung erlangte der Computer einen unabdingbaren Platz in unserem Leben.

Die Verarbeitungsmöglichkeiten dieser elektronischen Rechenmaschinen sind heute in (fast) jedem Bereich unseres Lebens dominant: Infoverarbeitung, -generierung und -ausgabe, Berechnung von Daten beispielsweise in Ingenieursberufen, die Steuerung von Maschinen und Haushaltsgeräten sowie grundlegendes Arbeitsmittel in der Unterhaltungsindustrie, der privaten Unterhaltungsnutzung, Kommunikation und weltweit vernetzten Sozialisierung und Organisation unserer Daten sind die Aufgaben, die Computer für uns heutzutage übernehmen. Kleinstcomputer befinden sich in fast allen unserer Alltagsgeräte.

Funktionsweise und Auswahlkriterien

Bau und Funktionsweise

Heute werden ausschließlich digitale Computer verwendet, welche aus Hardware- und Softwareteilen bestehen. Computerhardware sind alle mechanisch-beweglichen und physisch-ertastbaren Teile; die Computersoftware wird jedem Computer, wie Induktionsstrom über Datenträger zugespielt. Das sind hauptsächlich Programme und Daten. Digitale Computer bestehen aus den funktionalen Bausteinen Berechnung, Vergleich und dem bedingten Sprung. Software macht Digitale Computer leistungsfähig und nützlich für den User. Diese Programme ordnen die Bausteine des Digitalcomputers neu an, so dass eine Datei im Computerspeicher als Arbeitsergebnis hinterlegt wird. Die Computerhardware des Digitalcomputers liest diese Arbeitsergebnisse dann aus und kann sie zur Weiterverarbeitung weiterreichen.

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