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Agio

Unter Agio versteht man den Betrag, den beispielsweise der Darlehensschuldner außer den Zinsen über die Darlehenssumme hinaus bezahlen muss. Es erfolgt ein Aufschlag auf den Nennwert, welcher in der Regel in Prozent ausgewiesen wird.  Ein Agio (Aufgeld oder Aufzahlung) wird ferner auch als Eintrittsgeld in eine Kommanditgesellschaft mit Verlustbeteiligungen erhoben. Ein  Unternehmer, der eine Existenzgründung anstrebt, sollte sich im Vorfeld mit der Thematik Agio auseinander setzen.

Eine erfolgreiche Unternehmensführung in dem turbulenten Umfeld von Mitbewerbern erfordert vom Management klare Vorstellungen bezüglich der anzustrebenden Ziele. Der Unternehmer muss sich neben der richtigen Erstellung der Unterlagen für den Businessplan auch mit diesen wichtigen finanzmathematischen Themen, wie beispielsweise  Agio und Disagio, auseinander setzen.

Das Gegenteil des Agios ist das Disagio. Das Disagio, auch Damnum genannt, ist ein so genannter Abschlag vom Nennwert, welcher beispielsweise bei Ausreichung eines Kredits oder bei Ausgabe eines Wertpapiers vereinbart werden kann. Im Umgang mit Wertpapieren wird üblicherweise ein Agio (Ausgabeaufschlag) verlangt oder ein Disagio (Ausgabeabschlag) einbehalten. Beide Herangehensweisen führen während der Anlagelaufzeit zu einer Minderung des Ertrages.

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